Eine Meditation für alle die „keine Zeit“ haben

"Ich habe keine Zeit für Meditation", ist tatsächlich der Satz, den ich Bezug auf die Praxis von Meditations- und Achtsamkeitstechniken am meisten höre.

Viele Menschen sehnen sich wirklich nach täglichen Momenten der Stille, finden aber keinen Zugang dazu. Und mal ehrlich, wer hat in diesem häufig so stressigen Alltag wirklich jeden Tag 20-30 Minuten Zeit für Meditation?

Die Antwort darauf lautet: Der, der sich die Zeit nimmt.

Für mich, als arbeitende Mutter war wirklich ein bisschen Mindset nötig, um mich auf tägliche Meditation einlassen zu können. Mindestens seit 2012 versuchte ich vergebens, Meditation in meinem Alltag als tägliches Ritual zu verankern. Ich bin daran immer wieder gescheitert. Erst vor einem knappen Jahr gelang es mir. Ich belegte einen Intensivkurs in Achtsamkeit, der genau auf diese Verstetigung abzielte. Ich habe die Meditation inzwischen so gut in meinen Alltag gebracht, dass ich sie jetzt jeden Tag so sehr will, wie meine morgendliche Tasse Kaffee. Nein, ich lasse den Kaffee sogar stehen und meditiere lieber 🙂

Was ist also während des Intensivkurses geschehen? Ich war zum einen angehalten, regelmäßig zu üben, was meine innere Hürde herabsetzte. Da ich ein ordentlicher Mensch bin, war ich gewillt meine "Hausaufgaben" zu machen (haha). Nein, was wirklich geholfen hat, war die Verbindung mit dem "Nährenden" der Meditation durch die regelmäßige Praxis.

Was ist nahrhaft an Meditation?

Auf einer rationalen Ebene leuchtet inzwischen vielen Menschen ein, dass Meditation "gesund" ist. Dennoch können sich viele nicht dazu aufraffen, täglich zu praktizieren. Ich denke die Ursache liegt darin, dass sie noch nicht in den Genuss einer tiefen heilsamen meditativen Erfahrung gekommen sind, oder eine solche Erfahrung nicht darauf zurück führen können, dass es ein meditativer Zustand war.

In meinem persönlichen Empfinden ist das Nahrhafte an der Meditation die Stille selbst, das ausschalten des Geplappers im Kopf, dass den ganzen Tag unaufhörlich rauscht. Wir bemerken dies oft gar nicht, sondern erst, wenn wir versuchen still zu sein. Um diese Stille zu erfahren, brauchen wir aber eigentlich keine 20 bis 30-Minütigen Meditationssitzungen. Es geht bereits mit wenigen Sekunden Achtsamkeit, dass man einen Zustand der inneren Stille erreichen kann. Sagen wir, 60 Sekunden, also eine Minute genügt, um sich mit dem "Nahrhaften" der Meditation, dem Zustand der inneren Stille der auch des inneren Friedens zu verbinden. Und mal ehrlich: 1 Minute hat jeder Zeit, oder?

Und so geht's:

Stell sicher, dass du für 1 Minute nicht gestört wirst (Türen zu, Telefon lautlos, so viel Krach wie möglich ausschalten). Setz dich aufrecht und entspannt auf einen Stuhl oder ein Sitzkissen auf den Boden. Such den Kontakt zu deinem Atem. Spüre deinen Atem, im Bauch, in der Brust, an der Nasenspitze. Beobachte deinen Atem einfach wie er ein- und ausströmt. Nichts weiter. Beobachte für 60 Sekunden, wie dein Atem in deinen Körper von ganz allein ein-und ausströmt. Wenn du mit deinen Gedanken abschweifst (was ganz normal ist), kehre einfach wieder zum Atem zurück. Mach das für eine Minute (ein Timer kann dir z.B. das Ende der Minute mitteilen) und spüre, wie es dir hinterher geht. Vielleicht bist du ein bisschen erfrischt im Geist, vielleicht ein bisschen klarer und weniger Müde. Nicht schlecht für eine Minute, nicht wahr?

Schreib mir gern einen Kommentar oder eine Mail:mareike@meditationundachtsamkeit.comund berichte mir, wie es dir mit der 1-Minute-Meditation ergangen ist.

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