Meine Topp 9 Gründe, für die tägliche Meditation

In den letzen Wochen bin ich von Freunden und Bekannten immer wieder gefragt worden, warum ich meditiere und was ich "davon habe". Viele der Menschen mit denen ich darüber spreche, haben die Idee im Kopf, dass Meditation Zeitverschwendung ist und dass man in den 20-30 Minuten, die als täglich Meditationszeit empfohlen sind, ja viel wichtigere Dinge erledigen könnte. Zugegeben, so habe ich auch einmal gedacht.

Inzwischen weiß ich, dass ich diese 30 Minuten am Morgen nicht besser verbringen könnte, als in der stillen Versenkung der Meditation. Seitdem ich damit begonnen habe, täglich zu meditieren erfahre ich unglaublich viele positive Effekte. Deshalb möchte ich dir heute von meinen guten Gründen berichten, weshalb ich täglich meditiere.

1 - Ich bin gelassener und verfüge über mehr Selbstbeherrschung

Da ich zu den eher impulsiven Menschen gehöre, ist dies eine echte Errungenschaft für mich. Ich war früher wirklich schnell "auf der Palme" und habe viele Situationen mit meiner impulsiven Reaktion eher verschlimmert. Heute kann ich dank der in der Meditation geschulten Achtsamkeit einen Raum zwischen den Impuls (das Ereignis, dass mich früher zum ausflippen brachte) und meiner eigenen Reaktion bringen. Diese Pause ermöglicht es mir, dass ich inzwischen weder impulsive noch wütend auf Situation reagiere, sondern gelassen bleibe und dadurch auch zu angemessenen Lösungen komme.   

2 - Ich bin weniger krank

Das hängt damit zusammen, dass ich durch die Meditation wesentlich feinfühliger geworden bin, was meinen Körper betrifft. Ich gönne mir mehr Ruhe oder Schlaf, wenn ich das Signal von meinem Körper bekomme. Ich spüre auch deutlicher, welche Lebensmittel mir bekommen und welche nicht, auch das fördert meine Gesundheit. Fakt ist, dass ich seitdem ich meditiere keine einzige Angina mehr hatte (und die hatte ich früher jedes Jahr wenigstens einmal). 

3 - Ich habe eine positivere Grundstimmung im alltäglichen Leben  

Durch das Achtsamkeitstraining in der Meditation entlarve ich negative Gedanken wesentlich schneller und lasse diese entsprechend los (darüber habe ich ja ausführlich in diesem Artikel geschrieben). Indem ich dann bewusst nach positiven Gedanken z.B. zu einer Situation suche, die ich vorher als "unangenehm" oder "anstrengend" empfand, gestalte ich mein Leben einfacher und leichter. Ich hadere z.B. nicht mehr mit dem Verhalten meiner Mitmenschen, sondern wandle meine negativen Bewertungen bewusst in positive Gedanken um. Es gelingt mir dann, darauf zu vertrauen, dass der andere einen guten Grund für sein Verhalten hat. 

4 - Ich  arbeite konzentrierter und zielführender

Dieses Phänomen beobachte ich seit einigen Monaten. Ich schaffe es inzwischen, alle Dinge zu erledigen, die ich mir am Tag vornehme. Und das ist nicht wenig! Ich habe weniger das Gefühl, dass mir die Dinge "über den Kopf wachsen". Das gedankliche "bei einer Sache bleiben" fällt mir wesentlich leichter. Das gilt auch für längerfristige Ziele von z.B. mehreren Monaten. Früher fiel es mir schwer, "am Ball zu bleiben", besonders bei Projekten, die zwar wichtig, aber weniger interessant waren. Inzwischen habe ich eine Art inneres Gespür entwickelt, welche Handlungen zielführend und wichtig sind und womit ich eher Zeit verschwende. Dadurch erreiche ich auch langfristig mehr und das hinterlässt wiederum ein Gefühl von Beschwingtheit und Leichtigkeit. Das allein wiegt die 30 Minuten, die ich täglichen für die Meditation aufwende locker wieder auf. 

5 - Materielle Dinge werden zunehmend unwichtig

Inzwischen betrachte ich viele materielle Gegenstände als unwichtig und überflüssig und ich reduziere zusehends die Dinge, die ich besitze. Viele Gegenstände sind mir schlichtweg egal geworden. Wenn es z.B. um Kleidung geht, dann kauf ich nur noch Sachen, die ich wirklich brauche. Mir ist es nicht mehr so wichtig, den Schrank voller schicker Klamotten zu haben. Ich bin unanfälliger für Werbung geworden. Das liegt daran, dass ich grundlegend gut drauf bin und mir nicht durch das Kaufen von Dingen ein "gutes Gefühl" machen muss. Ich messe die Menschen um mich herum nicht an den Statussymbolen, die sie besitzen - Das habe ich noch nie getan, aber inzwischen schaue ich mir den Menschen, der da vor mir steht, noch bewusster an.

6 - Mein Schlaf ist von besserer Qualität

Die Qualität meines Schlafes hat tatsächlich enorm zugenommen. Ich schlafe ruhiger und tiefer und brauche auch insgesamt weniger Schlaf. Das merke ich daran, dass ich einfach weniger müde bin. Z.B. fällt es mir überhaupt nicht schwer in der Woche 5.45 Uhr aufzustehen - früher hätte ich das gehasst - heute mache ich es freiwillig und freue mich auf die Stille der Morgenstunde und auf die Meditation. Das ist besser als jeder Kaffee am Morgen 🙂

7 - Meine Beziehungen sind harmonischer geworden

Ich streite weniger und es ist mir zunehmend weniger wichtig "recht zu haben". Stattdessen konzentriere ich mich darauf, was mich mit der Person verbindet und wie ich einen guten Kontakt herstellen kann. Ich kann mich auch besser einfühlen in die andere Person und diese einfach mal "so sein lassen". Diese Erfahrung ist so wunderbar. Die Schulung meiner Achtsamkeit steigert meine Feinfühligkeit und mein Mitgefühl für andere Wesen. Ich finde, dies ist eine Fähigkeit, die diese Welt unbedingt braucht. Es freut mich total, auch bei meinen Kursteilnehmern beobachten zu können, dass ihre Aggressionen abnehmen und wir gemeinsam daran arbeiten den inneren Frieden herzustellen, den es letztlich auch für den äußeren Frieden braucht.

8 - Ich gehe mit Problemen besonnen um

Auch die "Lösung von Problemen" ist ein Thema, dass sich seit Beginn meiner täglich Meditation deutlich zum positiven verändert hat. Wenn ich ein Problem habe (z.B. Geldsorgen), dann nehme ich das natürlich wahr, aber ich kann auch wieder davon ablassen, anstatt mich ständig gedanklich damit auseinander zu setzen. Ich kann wesentlich klarer nach Strategien suchen, die das "Problem" wirklich lösen, anstatt einfach zu jammern oder zu verzweifeln. Auch das empfinde ich als große Errungenschaft. Zumal ich inzwischen häufiger erlebe, das Probleme kleiner werden, je mehr ich auch sie "so sein lasse". Indem ich mich nicht ständig damit beschäftige, rücken sie sogar ganz aus meinem Bewusstsein und sind dann manchmal wirklich ganz verschwunden. 

9 - Ich fühle mich energiegeladener und habe weniger Falten

Ja, zu meditieren ist auch förderlich für den gesamten Energiehaushalt und die Schönheit. Meine Grundstimmung hat sich ungemein aufgehellt, seitdem ich meditiere. Ich strahle sozusagen von innen her und finde wirklich, dass ich weniger Falten habe, wenn ich in den Spiegel sehe. Die zunehmend positive Stimmung, oder "gute Laune" schenkt mir viel Energie. Alles geht irgendwie leichter von der Hand und es wird jeden Tag ein bisschen besser. 

Dieser Liste lassen sich noch viele weitere gute Gründe für eine tägliche Meditationspraxis hinzufügen, aber ich belasse es erstmal dabei. Diese hier beschriebenen Effekte sind für mich diejenigen, die ich selbst am deutlichsten am eigenen Leib erfahrenen konnte. 

Dann bleibt mir eigentlich nur, dich dazu einzuladen, dir selbst auch diese tägliche Meditation zu schenken. Du musst nicht gleich mit 30 Minuten beginnen. 10 Minuten genügen für den Anfang. Das kannst du steigern, sobald du dich an das "Sitzen" gewöhnt hast. Meiner Erfahrung nach wird etwas zur Gewohnheit, wenn man es wenigstens 21 Tage lang durchgeführt hat. Danach fällt es dir vermutlich deutlich leichter, dich dieser Sache zu widmen. Meditation ist also eigentlich auch nur eine Gewohnheit - aber eine mit vielen positiven Nebeneffekten.

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